Tour de Suisse 2004 (TDS-2004)

Ende 2003 kam ich auf die Idee, eine "Solo-Tour-De-Suisse" zu organisieren. Dabei möchte ich - so nah wie möglich - an der inneren Grenze die ganze Schweiz in der Uhrzeiger-Richtung umkreisen. Da ich z.Z. nicht die Möglichkeit habe längere Zeit abwesend zu sein, möchte ich das Ganze über längere Zeit in vielen Ein- oder Zwei/Drei-Tages-Etappen zurücklegen. Ursprünglich war vorgesehen die Strecke per Velo zu bewältigen, die Vorbereitung auf der Karte zeigte mir aber, dass man nur als Fussgänger wirklich nahe an der Grenze bleiben kann (Vor allem im Berggebiet). Aus diesem Grund beschloss ich dann zu Fuss zu gehen. Da ich ja der einzige Teilnehmer bin, kann ich die Regeln selber festlegen:

- Etappen: Die einzelnen Etappen sollten anschliessend sein, d.h. eine Etappe sollte genau an dem Ort starten, wo die Vorige aufgehört hat. Jede Etappe sollte zumindest ein Halbmarathon sein, besser noch ein Marathon oder mehr.
- Route: Nur auf erlaubten Strassen und markierten Wanderrouten die so nahe wie möglich an der Landesgrenze liegen. Grenzüberschreitungen sind jedoch zu vermeiden (keine Abkürzungen). Da man alleine ist, sollte auch unnötiges Risiko vermieden werden (z.B. Solobergsteigen). Als Grundlage für die Route gelten die "Landeskarte der Schweiz" 1:50 000 oder die entsprechenden Wanderkarten (gelbe oder Rot/Weisse Routen).
- Navigation/Orientierung: GPS und Kompass. GPS vor allem für die Messung der zurückgelegten Strecke und benötigten Zeit.
- Dauer und Zeit: es gibt keine Zeitlimite für den ganzen Lauf oder für die einzelnen Etappen. Ich habe vor, wo es möglich ist zu rennen und sonst zu gehen (Berge). Pausen sind jederzeit erlaubt.
- An- und Abreise: Damit das Ganze einigermassen umweltgerecht ist, sollten An- und Abreise so oftl wie möglich mit dem öffentlichen Verkehrsmittel organisiert werden. Bei längeren Reisen oder mehreren Etappen in aufeinanderfolgenden Tagen, sind Uebernachtungen in Hotels oder Jugendherberge angesagt.
- Ausrüstung: Soviel wie sinnvoll als "Selbstversorger", Essen beschaffen und Restaurant sind selbstverständlich erlaubt.

Ich brauchte dann noch einige Zeit für die Vorbereitungen. Die Ausrüstung war kein Problem, mehr oder weniger das Gleiche wie am Marathon des Sable, bildet einen guten Grundstock:

- Rucksack: Moletracks Runner mit Bauchtasche und 2 * 0.5 ltr. Flaschenhalter (und Zusatzträger für weitere 2 * 0.5 ltr.)
- Navigation und Kommunikation:
Kompass, GPS für Läufer (Garmin Forerunner 201), Karten 1:50'000, Natel (Ladegerät)
- Kochen und Werkzeuge:
Esbit-Brenner und Tabletten, Sturm-Feuerzeug, Titanpfännli, Trinkbecher, Löffel, Sackmesser, Geschirrtüchli, Nadel/Faden, Ersatz-Schuhbändel, Minizange, Sägestring, Alarm-Pfeife, Signalspiegel und Taschenlampe.
- Basis-Essen/Trinken: Gemüsebouillon, Gefriertrockenkaffee, Tee. Weitere Esswaren werde ich nach Bedarf beschaffen und tragen oder - falls sich die Gelegeheit ergeben würde - unterwegs essen.
- Zusatz- und Ersatzkleidung: Eine sehr leichte Regenjacke, eine zweite Renn-Bekleidung (inkl. 3 Paar Socken), damit man trocken und (vor allem) geruchlos zurück reisen kann.
- Apotheke und erste Hilfe: Die üblichen Sachen: Pflaster (Rolle und Pads), Betadine, Skalpell, Alkoholtüchli, Vaseline, Brufen-400 (Anti-Schmerzmittel, vor allem Muskel und Gelenke), Sonnen-Creme, Immodium (gegen Durchfall), Salztabletten, Micropur (Wasserreiniger), Anti-Unterkühlungsfolie und Ersatzbrille.
- Hygiene-Artikel: Toiletten-Sachen, ein kleines Frotté-Tuch und WC-Papier!
- Schlafen: Ultraleichter Schlafsack (selbst gemacht aus einem stabilen Leintuch)
- Diverses: Pass, GA, Geld. Notizbüchli, Bleistift

Alles in allem hat meine Ausrüstung ein Gewicht von 5 kg. (ohne 1 liter Wasser).

 

Nachdem ich alles zusammen hatte, wartete das Ganze nur noch auf den Anfang! Der war dann am Sonntag, den 18.Januar!

 

Garmin Forerunner 201

Ein GPS-Gerät, das speziell für die Bedürfnisse von Läufern entwickelt wurde. Nebst einer Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit und zurückgelegten Distanz - wobei ein Lauf in mehrere Runden (oder Etappen) aufgeteilt sein kann - hat das Gerät die Möglichkeit die Daten von ca. 3 Jahren! zu speichern. Das Wunderwerk zeigt weiter Höhe und exakte Koordinaten. Wie alle elektronischen Errungenschaften unserer Zeit hat es noch viel mehr Funktionen, die ich aber z.Z. nicht brauche.

 
 
© 2000 all rights reserved - Trinakria  / 19.10.2004