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Geschichte Philosophie

ca. 2000 v.Chr.   Hinduistische Veden: Das Essen von Fleisch und das dafür erforderliche Töten wurde bereits abgelehnt und war nur in bestimmten Fällen erlaubt (1).
ca. 520 v. Chr.   Buddha (Siddhattha Gotauma, 563 - 483 vor Chr.) war kein Vegetarier (2) sah jedoch eine Verwandschaft zwischen Mensch und Tier und plädierte für Mitgefühl: "Mögen alle Wesen Glücklich sein"
ca. 540 v. Chr.   Der Grieche Pythagoras (569 - 475 vor Christus) gilt als erster Vertreter des Vegetarismus in Europa.
ca. 1780   Der Engländer Jeremy Bentham (1748-1832) legte den Grundstein für die ethische Begründung des Vegetarismus.
ca. 1975   Peter Singer hat in seinem 1975 erstmals erschienenen Buch „Animal Liberation“ das Gleichheitsprinzip dargelegt (3).

 

 

 

(1) In den ältesten religiös/ethischen Überlieferungen, die hinduistischen Schriften (Veden), deren Entstehen ca. 4000 Jahren zurückliegt, wurde das Essen von Fleisch und das dafür erforderliche Töten bereits abgelehnt und war nur in bestimmten Fällen erlaubt. Der Grund dafür war der Glaube, dass die Seele bei der Reinkarnation auch in den Körper von Tieren übergehen konnte und man somit im gewissen Sinn das Risiko einging, beim Verzehr von Fleisch, einen verstorben Verwandten zu essen.

(2) Die Frühbuddhisten waren keine Vegetarier. Dies da sie sich als Bettelmönche ernährten und nicht wählerisch sein durften. Wenn jedoch Essen speziell für die Mönche zubereitet wurde, durften keine Tiere dafür geschlachtet werden.

(3) Die Ehre der Schaffung einer schliessenden Argumentation für die Rechte der Tiere und damit für den Vegetarismus stehen jedoch ohne Zweifel dem australischen Philosophen Peter Singer zu. Er hat in seinem 1975 erstmals erschienenen Buch „Animal Liberation“ das Gleichheitsprinzip dargelegt. Mittels diesem Prinzip lässt sich nicht nur Rassismus und Sexismus wiederlegen sondern auch Spezisismus.

Das Wort „Spezisismus“ wurde von Richard Ryder introduziert. Der Begriff „speciesism“ wurde, dank dem Buch von Peter Singer in „The Oxford English Dictionary“ aufgenommen.




 
 
 
Keine Copyrightansprüche seitens Trinakria  / 15.02.2004