Oberbruck, 08. Mai 2003
19. Marathon du Ballon d'Alsace
Es war mein erster Hügelmarathon
(1136 m Höhendifferenz) und mein erster Lauf in Frankreich. Da es
wegen einiger Verpflichtungen schwierig war einen Lauf zu finden, hatte
ich mich selbst überredet den Hügelmarathon auf dem Ballon d'Alsace
zu laufen. Als geborener Niederländer habe ich zwar so meine liebe
Mühe mit Bergen und bis anhin habe ich eher flache Parcours gelaufen.
Trotz allem empfand ich es als eine Herausforderung, einmal an einem Berglauf
mitzumachen.
Am morgen früh war ich
nach der Start/Nummerausgabe auf den Col du Hundsruck gefahren. Nach der
Einschreibung und dem Umziehen hatte ich genügend Zeit einmal herumzuschauen.
Das Durchschnittsalter der ca. 150 Teilnehmer schien mich doch etwas höher
als an anderen Läufen, und auch die Ausrüstung wies auf etwas
mehr Erfahrung als sonst hin. Wichtig: in Frankreich braucht es
zwingend eine vom Arzt unterschriebene medizinische Erklärung,
damit die Einschreibung akzeptiert wird! Einen entsprechenden Text findet
man unter "Medizinische
Erklärung Französisch".
Das Wetter war sehr schön,
Sonne aber doch etwas Wind. Wie auf dem Profil zu sehen ist, ging es nach
der Start gleich ziemlich "hinauf". Der grösste Teil des
Parcours waren schmale und steinige Waldpfade und sehr oft nur Spuren
über Geröll. Das war zugleich auch mein grösstes Problem,
ich war auf dem unebenen Boden derart unsicher, dass ich ständig
Angst hatte zu straucheln oder mich zu vertreten. Ich merkte sofort, dass
ich noch nicht viel Hügeltraining gemacht habe, meine Knie und Oberschenkel-Muskeln
fingen rasch an zu schmerzen wenn es mal so richtig rauf und runter ging.
Auf manchen Strecken war ich deswegen gezwungen, zu gehen. Trotz allem
war ich mit der Zeit für meinen ersten Berglauf nicht unzufrieden:
05:34:33. Zwischenzeiten: 01:25:55, 01:13:56, 01:39:01, 01:02:57 und 00:12:44.
Die Landschaft war einmalig
schön, auf den Höhenwiesen gab es ein prachtvolles Panorama,
die Wälder auf den Hängen sind märchenhaft. An einer Stelle
führte uns die Route mitten durch eine Herde neu-gieriger Kühe.
Es gab auch einige Wanderer, die meist höflich zur Seite traten wenn
Läufer kamen. Die Verpflegung war sehr gut, es gab ca. alle 6-7 km
einen Posten mit Getränken, Trockenfrüchten und Bananen. Die
Leute waren sehr freundlich.
Die letzten 10 km ging es nur
noch bergab, - mich hat das gar nicht gestört! Das Ziel war in Masevaux.
Nach dem Einlauf wurde die Startnummer (187) zurückgenommen, ich
weiss heute noch nicht warum. Nach dem Duschen musste ich mich mit dem
Problem befassen, wie ich wieder zu meinem Auto kam, zwischen Start und Ziel lagen
fast 10 km! Was ich nicht gewusst hatte war, dass es am Morgen Bustransporte
vom Parkplatz bei der Ankunft nach der Start/Nummerausgabe gab. Diese
Busse nahmen sogar das Gepäck wieder zurück. Zum Glück
war ein Teilnehmer bereit, mir einen Lift zu geben.
Es war ein schöner Lauf
den ich sicher nochmals machen möchte, nur werde ich bis dann entsprechend
trainieren!
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